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Die alten Hasen unter uns erinnern sich bestimmt an die kultigen Cartoons der 70er Jahre.
In genau diesem Stil sprang im Jahr 2000 der Kinderclown Colombino auf die Leinwand der Animationswelt, liebevoll mit Filz- und Farbstiften zum Leben erweckt.












FAQ
Colombino
Bereits in den 1990er Jahren begann die Idee eines Spaßmachers Gestalt anzunehmen, der ein anderes Ich repräsentiert.
Doch erst gegen Ende des Jahrzehnts entwickelte sich daraus eine Figur. Für mein Masterstudium gestaltete ich Colombino und setzte ihn in einer handgezeichneten Animation ein. Danach verschwand der kleine Kerl für längere Zeit aus meinem Bewusstsein, da ich mich mit vielen anderen Themen beschäftigte und er lediglich auf verschiedenen Logos meiner Selbstständigkeit auftauchte.
Erst Jahre später, als ich meine alten Skizzen durchblätterte, stieß ich wieder auf Colombino. Ich entschied mich, ihn erneut zum Leben zu erwecken und begann, seine Geschichte weiterzuentwickeln.
Colombino, dieser liebenswerte Clown, sollte nicht nur ein Symbol für Spaß sein, sondern auch für die tiefere Suche nach dem eigenen Ich und die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit im Leben.
Sein Erscheinungsbild hat er vom Pierrot, einer weltweit bekannten klassischen Theater- und Pantomimenfigur, die insbesondere als der melancholische, traurige „weiße Clown“ bekannt ist, übernommen. Ihre Wurzeln liegen in der italienischen Commedia dell’arte des 16. Jahrhunderts, wo die Figur noch Pedrolino (kleiner Peter) genannt wurde. Diese Figur wurde durch den französischen Pantomimen und Schauspieler Jean-Louis Barrault berühmt, der insbesondere für seine Darstellung der historischen Figur Baptiste Deburau im preisgekrönten Filmklassiker „Kinder des Olymps“ bekannt wurde.
Der Name „Colombino“ bezieht sich ursprünglich auf eine weibliche Figur aus der Commedia dell’arte, die eigentlich „Colombina“ heißt. Ursprünglich handelt es sich um einen italienischen Vornamen, der von colomba, „Taube“, abgeleitet ist. Da die Figur jedoch das andere Ich des Künstlers verkörpert, tauschte sie das Kleid gegen eine Hose ein und wurde zum Spaßmacher.
Die Verwandlung in ein Kind ist inspiriert von der zauberhaften Welt des kindlichen Verspieltseins. Dieses Wort beschreibt eine leichte, neugierige und mit Fantasie gefüllte Haltung, die sich von den ernsten Sorgen und dem Korsett des Erwachsenenlebens löst. Anders als das oft spöttische „Kindisch“, das Unreife andeutet, ist „kindlich“ ein Zustand voller Unschuld, Offenheit und purer Lebensfreude!
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